Google Ads ab dem 17. August: Ziel-CPA/ROAS und Kampagnen mit Budgetbegrenzung

18.08.2026

Google hat am 17. August 2026 weltweit eine Änderung beim zielbasierten Bieten für Kampagnen mit dem Status „Begrenzt durch Budget“ eingeführt. Wenn Target CPA oder Target ROAS verwendet wird und die Kampagne den festgelegten Zielwert in der Vergangenheit deutlich übertroffen hat, kann sich das Verhalten nun stärker an den tatsächlich im Konto eingestellten Werten orientieren. Google ändert dabei weder das Budget noch den Target automatisch. Daher ist es jetzt wichtig zu überprüfen, ob die in den Einstellungen hinterlegten Zahlen weiterhin dem realen Business-Ziel entsprechen.

Was sich ab dem 17. August ändert

Google Ads aktualisiert das Bietsystem für Kampagnen, die „Limited by budget“ sind und eine zielbasierte Gebotsstrategie verwenden. Laut Google ist das Ziel, auch bei Budgetanpassungen konsistenter auf das vorgegebene Target hinzuarbeiten.

Der Rollout erfolgt global und schrittweise, daher ist er am 18. August möglicherweise nicht sofort in jedem Konto sichtbar. Google gibt ausdrücklich an, dass Target CPA, Target ROAS und bei Demand Gen auch Target CPC zu den betroffenen Strategien gehören.

Das wichtigste Szenario: Die Kampagne hat das Target bisher deutlich übertroffen

Google führt eine Veranschaulichung an: Wenn der Target-CPA auf 10 Dollar festgelegt ist, der aktuelle tatsächliche CPA jedoch 5 Dollar beträgt, kann die Kampagne nach der Änderung näher an das festgelegte Target von 10 Dollar herangeführt werden. Der Punkt ist nicht die konkrete Währung, sondern der Unterschied zwischen dem Wert in den Einstellungen und dem, was das Unternehmen in Wirklichkeit als akzeptabel betrachtet.

Wenn das alte Target nur deshalb hoch gelassen wurde, weil die Kampagne es historisch übertroffen hat, spiegelt die Einstellung das eigentliche Unternehmensziel möglicherweise nicht mehr wider. Genau deshalb empfiehlt Google, Kampagnen mit dem Status „Limited by budget“ zu überprüfen.

Google ändert dein Budget und deine Ziele nicht automatisch

Dies ist eine wichtige Absicherung gegen Fehlinterpretationen. In der Dokumentation steht ausdrücklich, dass Google weder das Tagesbudget noch das Bidding-Ziel automatisch ändert. Die Verantwortung dafür, welche Werte festgelegt werden, bleibt beim Werbetreibenden.

Automatisierung bedeutet also keine autonomen finanziellen Entscheidungen ohne Grenzen. Das System optimiert innerhalb der Regeln und Ziele, die vorgegeben werden. Wenn die Ziele veraltet sind, liegt das Problem nicht darin, dass sich die „KI verrückt verhält“, sondern in der Diskrepanz zwischen den Einstellungen und der aktuellen Wirtschaftlichkeit der Kampagne.

Welche Kampagnen von der Änderung betroffen sind

Google nennt Search-, Shopping-, Performance-Max-, Demand-Gen- und Travel-Kampagnen, die in Google Ads oder Search Ads 360 verwaltet werden; bei Demand Gen betrifft die Änderung auch die entsprechende Umgebung in Display & Video 360. Es ist daher nicht sinnvoll, nur die klassische Suche zu überprüfen.

Der erste Filter sollte der Status Limited by budget sein. Der zweite ist die verwendete zielbasierte Gebotsstrategie. Der dritte ist die Frage, ob die Kampagne den vorgegebenen Zielwert langfristig deutlich übertroffen hat.

Das Bid Target Adjustment Tool ist ein Helfer, kein Autopilot

Ein PPC-Analyst überwacht auf seinem Monitor Kampagnen mit Budgetbegrenzung; daneben liegt eine Tabelle mit den Zielwerten für CPA/ROAS und den tatsächlichen Ergebnissen.
PPC-Analyst, der nach der Änderung bei Google Ads im August 2026 die Ziel-CPA und den ROAS überwacht

Google stellt das Bid Target Adjustment Tool ab dem 6. Juli 2026 zur Verfügung. Es soll dabei helfen, relevante Kampagnen zu überprüfen und die Targets vor oder während der Umstellung anzupassen. Auch hier gilt jedoch, dass die Empfehlung im Hinblick auf Marge, Lead-Qualität und Vertriebskapazität sinnvoll sein muss.

Gleichzeitig weist Google auf eine kurze Übergangsphase hin, in der die Forecasts vom 17. bis 31. August ungenau sein können. Daher sollte bei der Entscheidung über eine große Budgetänderung kein falsches Gefühl von Genauigkeit durch einen einzelnen Simulator entstehen.

Was heute zu überprüfen ist – 18. August

  1. Filtere Kampagnen mit dem Status „Limited by budget“.
  2. Finde heraus, welche Target CPA, Target ROAS oder einen relevanten Target CPC in Demand Gen verwenden.
  3. Vergleiche das eingestellte Target mit dem tatsächlichen CPA/ROAS für einen repräsentativen Zeitraum.
  4. Prüfe, ob sich die Conversion-Qualität nicht verändert hat. Ein günstiger Lead, den der Vertrieb ablehnt, ist kein gewinnbringendes Signal.
  5. Überprüfe Tracking und Conversion-Aktionen, bevor das Target angepasst wird.
  6. Wenn der Wert angepasst wird, dokumentiere das Änderungsdatum, um den Effekt des Rollouts vom eigenen Eingriff trennen zu können.
  7. Forecasts bis zum 31. August nur mit Vorsicht verwenden und Entscheidungen zusätzlich auf reale historische Daten stützen.

Warum die Qualität von Leads für Leadgenerierung wichtig ist

Target CPA kann hervorragend aussehen und trotzdem auf Formulare optimieren, die für das Unternehmen nicht relevant sind. Wenn Google jede Einsendung ohne Qualitätsunterscheidung als primäre Conversion erhält, fehlen dem Bidding die Informationen darüber, welcher Lead sich wirklich lohnt.

Bei einem reiferen Konto ist es sinnvoll, die Messung näher an das tatsächliche Geschäftsergebnis heranzuführen – nach Möglichkeit hochwertigere Conversion-Signale zu importieren oder zumindest regelmäßig PPC-Daten mit dem CRM zu vergleichen. Das ist keine einmalige technische Aufgabe, sondern ein fester Bestandteil der Kampagnenverwaltung.

Nimm am Tag des Rollouts keine großen Änderungen vor

Heute ist noch nicht klar, wie sich die Änderung in jedem einzelnen Konto auswirken wird. Wenn gleichzeitig das Target grundlegend geändert, das Budget verdoppelt, die Anzeigen umgeschrieben und die Landingpage überarbeitet werden, ist nach einer Woche nicht mehr nachvollziehbar, was das Ergebnis verursacht hat.

Besser ist kontrollierte Arbeit: risikoreiche Kampagnen identifizieren, offensichtlich falsche Targets korrigieren, Eingriffe dokumentieren und die Entwicklung beobachten. Es kann ein PPC-Audit erstellt und Prioritäten vorgeschlagen werden, ohne die automatische Empfehlung „Budget erhöhen“.

Fragen und Antworten | FAQ

1. Kedy sa zmena začala?

Google gibt einen globalen, schrittweisen Rollout ab dem 17. August 2026 an.

2. Zmení Google automaticky môj budget alebo Target CPA/ROAS?

Nein. Google gibt ausdrücklich an, dass weder das Tagesbudget noch das Bidding-Ziel automatisch geändert werden.

3. Ktoré stratégie sú dotknuté?

Target CPA, Target ROAS und bei Demand Gen auch Target CPC, wenn die Kampagne durch das Budget eingeschränkt ist (Limited by budget). Die Änderung betrifft mehrere Kampagnentypen, darunter Search, Shopping und Performance Max.

4. Môžem veriť forecastom počas rolloutu?

Google weist darauf hin, dass die Prognosen im kurzen Übergangszeitraum vom 17. bis 31. August weniger genau sein können. Sie sollten als unterstützender Input genutzt werden, nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage.

5. Čo je rozdiel medzi PPC reklamou a SEO?

PPC bringt sofort nach dem Start der Kampagnen Besucher, SEO baut eine langfristige organische Sichtbarkeit auf.

6. Robíte aj audit existujúcich Google Ads účtov?

Ja. Wir können die Kontostruktur, das Targeting, Suchanfragen, Conversions und auch die Effizienz des Budgets überprüfen.

7. Čo sa stane po odoslaní nezáväznej objednávky?

Nach dem Absenden der unverbindlichen Bestellung werden alle notwendigen Informationen mit Anweisungen per E-Mail zugesendet. Je nach Art der Anfrage kann auch ein Anruf erfolgen, um alles gemeinsam telefonisch zu besprechen. Sobald alle erforderlichen Informationen vorliegen, werden alle Dokumente vorbereitet und zusammen mit den Anweisungen per E-Mail zugesendet.

Unverbindliche Bestellung

Alle erforderlichen Daten ausfüllen und es erfolgt so schnell wie möglich eine Rückmeldung.


IST DAS KAMPAGNENBUDGET BEGRENZT UND ES IST UNKLAR, OB DIE TARGETS NOCH RICHTIG EINGESTELLT SIND?

Wir überprüfen für dich die Gebotsstrategie, Conversions, den tatsächlichen CPA/ROAS, die Lead-Qualität und Budgetbeschränkungen. Du erhältst ein konkretes Audit dazu, was angepasst werden sollte und was vorerst nur beobachtet werden muss.


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